Klimaschutzkonzept für den Bereich der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land

Abschlussbericht:

"Integriertes Klimaschutzkonzept und Teilkonzepte" und "Erschließung
der verfügbaren Erneuerbare-Energien-Potenziale", "Klimaschutz in eigenen Liegenschaften" und "Integrierter Wärmenutzung in Kommunen" für die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land mit dem Ziel einer 100%igen Wärme- und Stromversorgung mit erneuerbaren Energieträgern.

Die Maßnahem wird gefördert im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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Zusammenfassung des Klimaschutzkonzeptes

Mit der grundsätzlichen Beschlussfassung des Verbandsgemeinderats, eine „100%ige Wärme- und Stromversorgung mit erneuerbaren Energieträgern“ zu erzielen und somit zukünftig verstärkt Maßnahmen zugunsten eines Klimaschutzes umzusetzen, leistet die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land einerseits einen Beitrag zur Erreichung der aufgestellten Klima-schutzziele der Landes- und Bundesregierung. Andererseits ist zugleich mit dem Vorhaben der Anspruch verbunden, im Rahmen einer umfassenden (Stoffstrom-) Managementstrategie durch die effektive Nutzung örtlicher Potenziale verstärkt eine regionale Wertschöpfung zu generieren sowie Abhängigkeiten von steigenden Energiepreisen zu reduzieren.

Mit dem vorliegenden Klimaschutzkonzept werden erstmals umfassend für die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land Potenziale, Maßnahmen und damit einhergehende positive ökonomische, ökologische und soziale Effekte im Bereich Energieeffizienz und -einsparung sowie Einsatz Erneuerbarer Energien aufgezeigt. Das Ergebnis stellt somit die Grundlage einer politischen Weichenstellung zugunsten einer zukunftsfähigen Wirtschaftsförderungsstrategie dar und verdeutlicht umfassende zukünftige energiepolitische Handlungserfordernisse.

Die Konzepterstellung erfolgte durch das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) vom Umwelt-Campus Birkenfeld in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung und den dortigen Akteuren. Die Kosten der Erstellung wurden im Rahmen der kommunalen Klimaschutzinitiative mit einer Förderung von 54% durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unter den Förderkennziffern 03KS1649 und 03KS1649-1 unterstützt.

Insbesondere resultierend aus umfassenden Akteursgesprächen (Workshops, Einzelgesprächen o. ä.), Potenzialanalysen sowie einer Energie-, CO2- und Wertschöpfungsbilanzierung können als Ergebnis die nachstehenden Erkenntnisse hervorgehoben werden:

  • Das bilanzielle Ziel einer „100%igen Wärme- und Stromversorgung mit erneuerbaren Energieträgern“ kann bereits mittelfristig auf Basis der vorhandenen Potenziale er-reicht werden. Bilanziell kann bei einer vollständigen Erschließung regionaler Potenziale schon zum Jahr 2020 der Gesamtstrombedarf der VG Grünstadt-Land (d. h. inkl. Verkehr) durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Im Wärmebereich kann mit den vorhandenen Potenzialen bis 2050 eine Versorgung aus 90% regenerativen Energien erreicht werden. Dies geht einher mit massiven regionalen Wertschöpfungseffekten in Höhe von 493 Mio. € bis zum Jahr 2020 bzw. 4 Mrd. € bis 2050.
  • Zum Zeitpunkt der Konzepterstellung erzeugt die VG Grünstadt-Land bilanziell gesehen im Sektor Strom bereits 48% des Bedarfs über Erneuerbare Energieträger. Damit liegt die Verbandsgemeinde über dem derzeitigen Bundesdurchschnitt (20,3%). Im Wärmebereich liegt der Anteil erneuerbarer Energieträger bei 3% und somit unter dem derzeitigen Bundesdurchschnitt (11%).
  • Zur Erreichung dieser Ziele stehen zunächst elf prioritäre Maßnahmen im Vordergrund (vgl. Kapitel 8). Diese wurden im Rahmen einer partizipativen Entwicklung her-ausgearbeitet und gelten als Empfehlung für die künftige Klimaschutz- und Energiepolitik der Verbandsgemeinde.

Fazit

Aufgabe ist es nun, aufbauend auf dieser Grundlage, die Rolle des Klimaschutzes fest in den Prozessen der Akteure zu verankern.

Als Umsetzungsinstrument steht im Rahmen der kommunalen Klimaschutzinitiative ein weiteres Förderinstrument des Bundesumweltministeriums zur Verfügung. Hier hat die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land mit einer weiteren Fördermittelbeantragung die Möglichkeit einen Zuschuss für die Schaffung von Personalstellen (sog. „Klimaschutzmanager“) für bis zu drei Jahre, die Durchführung von Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sowie für eine investive Maßnahme zu beantragen. Klimaschutzmanager sind ein wichtiger personeller Bestandteil zur Umsetzung der prioritären Maßnahmen.

AnhangGröße
2013-08-16_Klimaschutzkonzept Endbericht.pdf4.67 MB
2013_09_27_Kommunikationskonzept_VG Grünstadt.pdf3.66 MB
2013-06-27_Gesamtbericht TK Liegenschaften.pdf993.74 KB
Bericht DGH Battenberg_Baustein 2.pdf549.28 KB
Bericht Emichsburg Bockenheim_Baustein 2.pdf585.33 KB
Bericht Rathaus Bockenheim_Baustein 2.pdf550.88 KB
Bericht Schulsporthalle Bockenheim.pdf700.91 KB
Bericht Schulsporthalle Dirmstein.pdf713.48 KB
Bericht Rathaus Ebertsheim_Baustein 2.pdf530.7 KB
Bericht Kindergarten Gerolsheim.pdf658.45 KB
Bericht Dorfgemeinschaftshaus Großkarlbach.pdf632.11 KB
Bericht Rathaus Kindenheim_Baustein 2.pdf526.9 KB
Bericht Dorfgemeinschaftshaus Kindenheim.pdf696 KB
Bericht Schulturnhalle Kirchheim.pdf650.74 KB
Bericht Grundschule Kirchheim.pdf686.62 KB
Bericht DGH Kleinkarlbach_Baustein 2.pdf555.5 KB
Bericht Schulturnhalle Kleinkarlbach.pdf694.44 KB
Bericht GS Laumersheim-Baustein.pdf648.64 KB
Bericht Rathaus Neuleiningen.pdf585.06 KB
Bericht Dorfgemeinschaftshaus Neuleiningen.pdf543.63 KB
Bericht Dorfgemeinschaftshaus Obersülzen.pdf569.41 KB
Bericht Grundschule Obrigheim.pdf697.11 KB
Bericht DGH Quirnheim_Baustein 2.pdf516.55 KB
Weitere Informationen: 
Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
Industriestr. 11
Telefon: 0 63 59   8001-0
E-Mail: post@gruenstadt-land.de
67269 Grünstadt
Telefax: 0 63 59   8001-811
Internet: www.gruenstadt-land.de