Abwassergebühren

Reduzierung von Abwassergebühren durch Einbau eines Wasserzählers für
Gartenbewässerung, Schwimmbad, Spritzwasser oder Viehhaltung

Die Abwassergebühren werden aufgrund der bezogenen Frischwassermenge berechnet.
Von der Frischwassermenge werden grundsätzlich 10 % abgezogen, auf 90
% der Frischwassermenge werden Abwassergebühren erhoben. Die jährlich bezogene
Frischwassermenge ergibt sich aus der Verbrauchsabrechnung.
Eine Reduzierung der Abwassergebühren kann erreicht werden, wenn mit einen
Wasserzähler nachgewiesen wird, welche Wassermenge nicht in den Kanal eingeleitet,
sondern für die Gartenbewässerung, für das Schwimmbad, für Spritzbrühe, das
Tränken von Pferden oder für einen Teich gebraucht wird.

Wassserzähler

Wasserzähler sind geeichte Meßgeräte. Die Eichfrist, auch Beglaubigungszeit genannt,
für Kaltwasserzähler beträgt 6 Jahre, die Frist läuft vom 1. Januar bis 31.12.
Nach Ablauf der Eichfrist ist der Zähler durch einen neu geeichten Zähler zu ersetzen,
sonst kann das Gerät nicht mehr von den Verbandsgemeindewerken anerkannt
werden.
Beim Kauf eines Zählers sollte man auf die Eichfrist achten und nur Zähler erwerben,
die im Jahr des Kaufs geeicht wurden. Die Eichung wird durch eine gelbe Marke am
Gehäuse außen oder durch einen Aufdruck innen am Zählwerk nachgewiesen.

Wann lohnt sich der Einbau eines Wasserzählers?

Vor dem Einbau des Zählers ist zunächst zu prüfen, ob sich die Ausgabe im Hinblick
auf die Wassermenge rentiert. Durch monatliche Ablesung des Hauptwasserzählers
während der Sommer- und Winterzeit kann die Menge ermittelt werden, die im Garten
verbraucht wird. Diese Menge sollte erheblich höher sein, als 10 % der bezogenen
Frischwassermenge. Für eine Schätzung kann ein statistischer Durchschnittsverbrauch
von 35-45 m³ je Bewohner und Jahr zugrunde gelegt werden.

Beispiel für die Rentabilität eines Gutschriftszählers:
Zwei Bewohner verbrauchen 90 m³/Jahr, hiervon sind 10 % abwassergebührenfrei (9
m³). Über den „Gartenwasserzähler“ werden 12 m³ nachgewiesen. Der Kaufpreis für
einen Wasserzähler (Qn 2,5) beträgt z. B. 36 €, der jährliche Wertverlust beträgt 6 €
(6-jährige Eichfrist). In diesem Beispiel wurden also jährlich 6 € investiert, die nachgewiesene
Menge über den abwassergebührenfreien 10 % der Frischwassermenge
beträgt nur 3 m³. Bei einem Abwassergebührensatz von 1,88 €/m³ ergibt sich eine
Ersparnis von 5,64 €. Setzt man den Wertverlust des Zählers ab, ergibt sich ein Verlust
von 0,36 €, also rentiert sich der Zähler nicht. In einem anderen Jahr mit einem
heißen Sommer kann der Verbrauch für den Garten höher liegen, gleichzeitig steigt
auch der Gesamtverbrauch und auch die gebührenfreien 10 %.

Antragstellung, Genehmigung, Kosten

Vor dem Einbau des Zählers ist ein Antrag bei den Verbandsgemeindewerken Grünstadt-
Land zu stellen, es folgt eine Ortsbesichtigung durch den zuständigen Sachbearbeiter. Der Grundstückseigentümer erhält eine gebührenfreie schriftliche Genehmigung. Der Wasserzähler ist in einem frostsicheren Raum (Keller, Garage) einzubauen.
Das einfache Anschrauben an den Außenwasserhahn ist nicht zulässig.
Der Wasserzähler bleibt Eigentum des Grundstückseigentümers. Gebühren oder
Zählermiete werden nicht erhoben.

Informationen: 
Verbandsgemeinde Grünstadt-Land
Industriestr. 11
Telefon: 0 63 59   8001-0
E-Mail: post@gruenstadt-land.de
67269 Grünstadt
Telefax: 0 63 59   8001-811
Internet: www.gruenstadt-land.de